Dielektrikum IME 63, IME 82, IME 110, IME 126

Die Dielektrika der IME-Reihe sind katalytisch hergestellte Syntheseprodukte von höchster Durchschlagsfestigkeit. Sie sind wasserhell und nahezu geruchlos. Beim Erosionsbetrieb ändert sich ihre Farbe nicht. Sie erreichen den Reinheitsgrad pharmazeutischer Weißöle und enthalten nur geringe Spuren von Aromaten. Toxische oder allergische Erscheinungen an der menschlichen Haut oder dem Auge können beim Einsatz der IME-Reihe nicht auftreten.

Die dielektrischen Arbeitsflüssigkeiten der IME-Reihe wurden von der Forschungs- und Materialprüfungsanstalt Baden-Württemberg auf Betriebssicherheit und Arbeitshygiene untersucht. Eine Toleranzgrenze in der Raumluft des Arbeitsplatzes (MAK-Wert) wird nicht erreicht.

Die Dielektrika der IME-Reihe wurden in umfangreichen Versuchsreihen getestet und sind jahrzehntelang erprobt. Sie werden von den führenden Herstellern von Funkenerosionsanlagen ausdrücklich empfohlen.

Dielektrikum IME 63 ist ein extrem dünnflüssiges Dielektrikum mit geringster Oberflächenspannung. Es ist besonders geeignet für Arbeiten im Feinstschlichtbereich bei geringstem Funkenspalt, z.B. Mikro-bohrungen bei der Spinndüsenfertigung, Erodieren von Bauteilen der Mikroelektronik.

Dielektrikum IME 82 ist ein abtragsintensives und verschleißarmes Dielektrikum für den universellen Einsatz im Werkzeug- und Formenbau. Selbst Schruppoperationen mit Stromstärken von 600 A können mit Dielektrikum IME 82 durchgeführt werden.

Dielektrikum IME 110 wird immer dann eingesetzt, wenn aus Sicherheitsgründen ein Flammpunkt von über 100° C gefordert wird und gleichzeitig noch viele Schlichtarbeiten ausgeführt werden müssen. Dielektrikum IME 110 liegt außerhalb der Gefahrenklasse A III.

Dielektrikum IME 126 ist ein abtragsintensives Dielektrikum für den Schruppbereich, z.B. Herstellung von Gesenken. Im Schlichtbereich kann es nur eingesetzt werden, wenn optimale Spülbedingungen angetroffen werden.


Verschiede IME-Sorten im Testvergleich

In praktischen Erosionstests wurden die Abtragsleistung und das Verschleißverhalten der IME-Reihe geprüft. Es wurden folgende Materialpaarungen und Bearbeitungsstufen gewählt:

a) Materialpaarung

Elektrode

Werkstück

1) EI. Kupfer

Kaltarbeitsstahl X 210 Cr 12

2) Grafit (Ellor 9)

Kaltarbeitsstahl X 210 Cr 12

b) Bearbeitungsstufen


Bei den hier gewählten Einstellungen handelt es sich um leicht beherrschbare Bearbeitungsstufen, die keine Schwierigkeitsgrade aufweisen. Die Abtragsleistung und der Elektrodenverschleiß wurden durch Wägen ermittelt und in volumetrische Einheiten umgerechnet.

Schruppen
Bei der Bearbeitung von Kupfer/Stahl im Schruppbereich ergab sich die geringste Abtragsleistung für IME 63, die höchste für IME 126. Der Elektrodenverschleiß war beim IME 63 am geringsten und am größten bei IME 126.

Auch bei der Materialpaarung Grafit/Stahl zeigte sich ein ähnliches Bild. Den höchsten Abtrag erreichte IME 126, den geringsten IME 63. Verblüffend war, daß sich bei der Sorte IME 110 kein meßbarer Elektrodenverschleiß zeigte.

Schruppen n 12 Tr./200 µ sek


Schlichten

Im Schlichtbereich bei der Materialpaarung Kupfer/ Stahl erreichte IME 126 die höchste Abtragsleis-tung, dicht gefolgt von IME 82 und IME 63. Der weitaus geringste Elektrodenverschleiß ergab sich beim Einsatz von IME 63. Bei Grafit/Stahl erzielte IME 126 ebenfalls die höchste Abtragsleistung. Die Abtragsleistung von IME 82 blieb nur geringfügig darunter.

Schlichten nnn 2 Tr./10 µ sek

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